Event Info:
Der Sparkasse Passau Triathlon Niederbayern 2026 bringt Triathlon-Atmosphäre nach Passau – mit sportlicher Herausforderung, bester Stimmung entlang der Strecke und einem Event-Setup, das sowohl Einsteiger:innen als auch erfahrene Athlet:innen anspricht.
Freu dich auf einen abwechslungsreichen Renntag in einer der schönsten Regionen Niederbayerns: Schwimmen, Radfahren und Laufen in und rund um Passau – begleitet von Zuschauer:innen, Helfer:innen und einem starken Community-Spirit.
- Ort: Passau / Niederbayern
- Format: Triathlon (Distanzen & Details gemäß Ausschreibung)
- Highlights: familiäre Event-Stimmung, attraktive Strecke, perfekte Saison-Location
Ob du auf Bestzeit jagst oder einfach einen großartigen Triathlon-Tag erleben willst: Passau ist der ideale Rahmen für deinen Wettkampf 2026.
Meine Erfahrung:
Schon seit einiger Zeit stand dieses Ziel auf meiner Liste: 2026 möchte ich meine erste Triathlon-Mitteldistanz absolvieren. Die Wahl fiel auf den Sparkasse Passau Triathlon Niederbayern in Pocking. Die Veranstaltung bot Sprint-, Kurz- und Mitteldistanz und war gleichzeitig Austragungsort der Bayerischen Meisterschaften über die Mitteldistanz. Dadurch war schon im Vorfeld klar, dass ein außergewöhnlich starkes Teilnehmerfeld am Start stehen würde.
Am Ende sollte genau dieser Wettkampf zu einem meiner schönsten sportlichen Erlebnisse werden.
Die Vorbereitung hätte besser sein können 😅Meine Vorbereitung verlief alles andere als optimal. In den vergangenen Monaten standen zahlreiche Laufwettkämpfe auf dem Programm – vom Marathon bis zum Trailrun. Dadurch kamen insbesondere das Schwimmtraining und die Einheiten auf dem Zeitfahrrad deutlich zu kurz.
Natürlich wusste ich, dass mir genau diese Trainingskilometer am Wettkampftag fehlen würden. Trotzdem wollte ich mich der Herausforderung stellen. Manchmal muss man einfach starten und Erfahrungen sammeln.
Anreise nach Niederbayern 🚗Bereits am Samstagmittag machte ich mich auf den Weg nach Pocking. Die Startnummernausgabe im Rottal-Stadion war schnell gefunden. Nur mein DTU-Startpass wollte sich partout nicht finden lassen. Gefühlt verbrachte ich 15 Minuten damit, jede Tasche mehrfach zu durchsuchen. Schließlich tauchte er doch noch auf und ich konnte erleichtert meine Startunterlagen abholen.
Anschließend fuhr ich die komplette Radstrecke mit dem Auto ab. Mein erster Gedanke: "Wo kommen denn bitte diese ganzen Hügel her?" Auf dem Höhenprofil sah alles noch recht harmlos aus, in der Realität warteten jedoch viele lange Wellen und Anstiege. Für ein Zeitfahrrad definitiv anspruchsvoller als erwartet.
Hotel, Pasta und letzte Vorbereitungen 🍝Nach der Streckenbesichtigung ging es ins Hotel. Es war zwar etwas in die Jahre gekommen, dafür aber günstig und vollkommen ausreichend für eine Nacht.
Zum Abendessen entschied ich mich für einen Italiener in Bad Griesbach. Das komplette Städtchen wirkte an diesem Abend wie ausgestorben – ich war tatsächlich der einzige Gast im Restaurant. Dem Essen schadete das allerdings überhaupt nicht: Pasta und anschließend ein Tiramisu sorgten für ordentliches Carboloading.
Zurück im Hotel begann die Materialschlacht für den nächsten Morgen.
- Reifen am Zeitfahrrad aufpumpen
- Startnummern und Aufkleber anbringen
- Drei Flaschen Squeezy Carb Drink für das Rad vorbereiten
- Eine weitere Flasche für die Wechselzone
- Drei Softflasks mit Squeezy Gel füllen – eine für die Wechselzone, zwei für den Lauf
- Vier Squeezy Carb Riegel für die Radstrecke einpacken
Kurz gesagt: maximale Energieversorgung für einen langen Wettkampftag.
Geschlafen habe ich allerdings eher schlecht als recht. Die Nervosität vor der ersten Mitteldistanz machte sich deutlich bemerkbar.
Race Morning ☀️Der Wecker klingelte bereits um fünf Uhr morgens. Zum Frühstück gab es Milchreis und zwei Cappuccino aus dem Kühlregal – simpel, aber bewährt. Anschließend ging es die letzten 13 Kilometer zum Wettkampfgelände.
Der Rad-Check-in verlief völlig problemlos. Die Wechselzone war zwar ziemlich eng aufgebaut, aber alle Athletinnen und Athleten nahmen Rücksicht aufeinander und jeder fand irgendwie seinen Platz. Nach dem Einrichten der Wechselzone folgte das Wettkampfbriefing mit einigen schönen und motivierenden Worten der Organisatoren.
Schwimmen – willkommen im Haifischbecken 🦈Da Schwimmen momentan meine schwächste Disziplin ist, stellte ich mich bewusst weit hinten an den Start. Trotzdem fühlte sich das Wasser sofort wie ein kleines Haifischbecken an. Überall Arme, Beine und jede Menge Körperkontakt.
Hinzu kam die extrem schlechte Sicht. Mehr als fünf bis zehn Zentimeter waren unter Wasser kaum zu erkennen. Deshalb wechselte ich immer wieder kurz ins Brustschwimmen, um die nächste Boje überhaupt wiederzufinden.
Als endlich die letzte Boje umrundet war und ich Richtung Wechselzone laufen durfte, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Dort wartete bereits erstaunlich viel Platz auf mich – ungefähr 70 Prozent der Räder waren bereits unterwegs.
Radfahren – deutlich anspruchsvoller als gedacht 🚴Kaum auf dem Rad bemerkte ich meinen ersten Fehler des Tages: Nach etwa elf Kilometern stellte ich fest, dass meine Garmin-Uhr noch im Pausenmodus war. Die vollständigen Rad-Daten waren damit leider verloren.
Die Strecke selbst hatte es wirklich in sich. Die vielen Hügel kosteten deutlich mehr Kraft als erwartet. Trotzdem konnte ich unterwegs zahlreiche Athleten überholen. Gleichzeitig wurde ich aber auch von einigen Spitzensportlern der Bayerischen Meisterschaften beeindruckend stehen gelassen. Spätestens hier wurde klar, wie hoch das Niveau des Starterfeldes tatsächlich war.
Nach vier anspruchsvollen Runden war ich ehrlich froh, endlich die Laufschuhe anziehen zu dürfen.
Laufen – jetzt konnte ich meine Stärke ausspielen 🏃Die ersten Meter fühlten sich wie immer etwas wackelig an. Nach wenigen Minuten fand ich jedoch meinen Rhythmus und konnte mein gewohntes Lauftempo aufnehmen.
Jetzt begann der schönste Teil des Rennens. Ich sammelte einen Athleten nach dem anderen ein und wurde selbst nur noch von zwei oder drei Teilnehmern der Kurzdistanz überholt. Mit jeder Runde wuchs die Zuversicht, dass heute tatsächlich eine Zeit unter fünf Stunden möglich sein könnte.
Die vier Laufrunden vergingen erstaunlich schnell und plötzlich war das Ziel bereits in Sicht.
Geschafft – erste Mitteldistanz unter fünf Stunden! ❤️Nach 4:43:23 Stunden überquerte ich glücklich die Ziellinie.
- 🏊 1,9 km Schwimmen: 43:01 (2:15/100 m)
- 🚴 80,4 km Radfahren: 2:24:29 (33,0 km/h)
- 🏃 20 km Laufen: 1:27:37 (4:22 min/km)
- ⏱ Gesamtzeit: 4:43:23
- 🏅 Gesamtplatz: 59 von 132
- 🥇 Altersklasse M55: 5 von 11
Mit Platz 59 im Gesamtfeld landete ich zwar "nur" im Mittelfeld. Betrachtet man jedoch das außergewöhnlich starke Teilnehmerfeld mit den Bayerischen Meisterschaften, relativiert sich dieses Ergebnis schnell. Für meine erste Mitteldistanz bin ich mehr als zufrieden.
Besonders stolz bin ich darauf, trotz der nicht optimalen Vorbereitung unter der magischen Fünf-Stunden-Marke geblieben zu sein. Das zeigt mir, dass eine solide Grundlagenausdauer, gute Wettkampfverpflegung und ein kluges Pacing unglaublich viel ausmachen können.
Mein Fazit 😊Der Sparkasse Passau Triathlon Niederbayern war hervorragend organisiert, die Stimmung entlang der Strecke war großartig und das gesamte Helferteam hat einen fantastischen Job gemacht.
Ich bin an diesem Tag nicht nur als Finisher meiner ersten Mitteldistanz nach Hause gefahren, sondern auch mit jeder Menge neuer Erfahrungen. Natürlich gibt es noch Potenzial – insbesondere beim Schwimmen und auf dem Zeitfahrrad. Genau das macht aber den Reiz dieses Sports aus.
Und obwohl ich nach dem Wettkampf gefühlt 4.500 Kilokalorien hätte essen können und komplett erschöpft war, stand schon auf der Heimfahrt fest:
Das war garantiert nicht meine letzte Mitteldistanz. Ich komme wieder! 🚴🏊🏃









.jpg)
.png)









